Die Erzdiözese Wien zeichnet PILGRIM-Schulen aus: „Schaut auf die Welt“

Dazu hatten sich 13 PILGRIM-Schulen aus Wien, Niederösterreich, Burgenland und Steiermark beworben, wobei nur Projekte des Schuljahres 2019/20 eingereicht werden konnten. Insgesamt waren dabei 130 Klassen mit rund 2600 Schülerinnen und Schülern beteiligt.

Die hochkarätig besetzte Jury hat in einem aufwendigen Bewertungsverfahren die Siegerplätze für Volksschulen und Schulen über 10-Jährige ausgewählt. Diese erhielten als Preis u.a. Orientierungstage für eine Klasse im Don Bosco Haus, eine Führung im Stephansdom mit besonderer interkultureller Beachtung durch Johann Hisch sowie einen Besuchstag in der nachhaltigen Gärtnerei Ganger in Wien.

Für die Erzdiözese Wien, die gemeinsam mit dem Schulamt, dem Don Bosco Haus und dem Internationalen Bildungsnetzwerk PILGRIM den Preis trägt, hat Generalvikar Nikolaus Krasa in einer Video-Botschaft darauf hingewiesen, wie sehr die Corona-Krise durch menschliches Zutun im Umgang mit der Natur entstanden sei. Daher sei es notwendig, sich um ein umweltbewusstes Leben durch Bildung zu bemühen, wie es die eingereichten Projekte der Schulen zeigten.

Auf die Zusammenarbeit und Verbindungen der Gegenstände und der Lehrkräfte im schulischen Bereich hat die Schulamtsleiterin Andrea Pinz hingewiesen. Werte, wie das gute Leben, die Sorge um einander und um die Welt, sowie der Wunsch nach einer sicheren und lebenswerten Zukunft, würden Schule und PILGRIM verbinden. Die Reaktion der Trägervertreter*innen war daher, den PILGRIM-Preis müsse es auch im nächsten Jahr geben, jedoch hoffentlich im bisherigen gewohnten Rahmen.

Dass im vergangenen Schuljahr die Schulen trotz Corona so hervorragende Projekte durchgeführt haben, hat alle Beteiligten erstaunt und begeistert, stellte der Leiter des Don Bosco Hauses, Alexander Laimer-Netsch, dar.

Durch die Schulprojekte und das Engagement der Kinder und Jugendlichen würde die UM-WELT zur MIT-WELT, erklärte Herta Ucsnik, Direktorin von PILGRIM. Dies würde durch das Verständnis, dass die Erde den Menschen als SCHÖPFUNG anvertraut sei, zu neuer Verantwortung und zu neuem Handeln führen.

Wissenschaft und Bildung seien kongeniale Partner, die unverzichtbare Beiträge für eine auf Chancengerechtigkeit und Geschwisterlichkeit ausgerichtete soziale Freundlichkeit leisten würden, stellte Christian Smoliner aus dem Bildungsministerium fest. Diese verantwortliche Bildung zur Nachhaltigkeit würde eine Brücke bauen zwischen Menschen gesellschaftlicher Destruktion und freundschaftlichem Austausch widerstreitender Positionen.

Den ersten Preis hat die Mittelschule Scheiblingkirchen mit dem partizipativen Projekt „Schaut auf die Welt“ erhalten, die die Schüler*innen zu einem forschend-entdeckenden Lernen über die Themen der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele der UNO – SDGs – mit den gesellschaftlichen Gruppierungen der Gemeinde angehalten hat. Mit diesem Vorgehen würden auch die Anliegen der Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus umgesetzt werden, stellte Johann Hisch, Ehrenpräsident von PILGRIM, fest.

Weitere Preisträger waren die NMS Zwettl von den Franziskanerinnen von Amstetten mit dem Projekt der Umwelt-Botschafter*innen, die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft St. Martin in Graz mit Sozial- und Ökologie-Projekten, sowie die Volksschulen Lackenbach und Neutal aus dem Burgenland, die sich dem Thema Achtsamkeit im Umgang mit allen Dingen des täglichen Gebrauchs beschäftigt haben.

Dass die PILGRIM-Projekte sichtbar gemacht werden müssten und für Jugendliche zugänglich gemacht werden sollten, stellte Maria-Theres-Welich, die pädagogische Leiterin im Don Bosco Haus, fest. Dies ermögliche, die Spirale des Guten weiter fortzuführen.

Die Schulen im PILGRIM-Netzwerk verstehen Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Verbindung mit Spiritualität und setzen sie in den Projekten um. Damit werden die Sinndimension und die Wertebildung im Umgang mit der Schöpfung besonders hervorgehoben, was sich in den eingereichten Projekten ablesen lässt. Derzeit umfasst das Netzwerk bereits 262 Schulen und Bildungseinrichtungen in mehreren europäischen Ländern, wie Polen und Ungarn und sogar in Peru. Das Beratungszentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung und Spiritualität an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems mit dem Leiter Piotr Kubiak unterstützt mit dem Seminarangebot die Bildungsarbeit von PILGRIM.

 

Information Dr. Johann Hisch
Ehrenpräsident, Internationales Bildungsnetzwerk PILGRIM
0650 231 54 35

Bilder - PILGRIM und NMS-Scheiblingkirchen

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