Ein frohes Familienfest

Das war der Maroniabend im Wiener Don Bosco Haus

Zum Maronimeeting im Wiener Don Bosco Haus kamen am Freitag, dem 25. Oktober 2019, 90 Gäste aus Österreich und aus den Nachbarländern wie Ungarn und Slowenien. Alljährlich erinnert das Bildungshaus der Salesianer mit diesem Abend an Don Boscos Maroniwunder vor 170 Jahren.

Anlass dieses besonderen Abends war zusätzlich der Dank für 100 Jahre Einsatz der Salesianer in Hietzing. So brachten alle ihre persönliche Geschichte und Verbundenheit mit den Salesianern in Hietzing und zu Don Bosco mit.

25 kg Maroni, Spiel und Dank
„Das würde auch Chuck Norris überfordern, wie soll ich denn das Maroniwunder, 100 Jahre Salesianer in Unter Sankt Veit und die Früchte des Heiligen Geistes in eine Ansprache bringen“, so begann Jugendseelsorger Pater Johannes M. Haas SDB seine Ansprache. „Von der Jugendbewegung und von der Jugendbildung wissen wir, dass spielerische Erlebnisse und Erfahrungen länger in Erinnerung bleiben und wertvolles sichtbar machen.“ So lud, P. Johannes zu einem Contacta, einer Methode ein, bei der die Gäste jeweils fünf Kärtchen mit Fragen erhalten und mit ihren Antworten in einen anregenden Austausch gehen.

Folgende Fragen wurden diskutiert.
MENSCHEN - Welche Menschen durfte ich hier begegnen die mich prägten/begleiteten/mir wichtig wurden?
PERSÖNLICHES - Was verbinde ich persönlich mit den Salesianern in Hietzing und dem Don Bosco Haus – welche Eigenschaft würde ich diesem Haus zuschreiben?
GESCHICHTE - Wann war ich das erste Mal im Don Bosco Haus? – Schreibe die Jahreszahl auf
ERLEBNIS - Mein schönstes Erlebnis im Don Bosco Haus und mit den Salesianer Don Boscos in Hietzing 
WUNSCH - Was ich den Salesianer Don Boscos und dem Don Bosco Haus wünsche.

Im persönlichen Dankgebet wurde danach ausgedrückt, wie wertvoll die gemeinsamen Erlebnisse in Hietzing und das Vertrauen an „Maria, Helferin der Christen“ sind. 

Die gebratenen Maroni schmeckten danach den Gästen, Salesianern, Don Bosco Schwestern, Salesianischen Mitarbeitern, der Salesianischen Jugendbewegung und dem Team des Hauses und des Provinzialats.

Das Maroniwunder von Don Bosco
Am Allerseelentag hatte Don Bosco seine Buben zum Friedhof geführt. Nach der Rückkehr, so hatte er ihnen versprochen, würden sie gekochte Kastanien bekommen. Drei Säcke hatte er dafür kaufen lassen. Mama Margareta aber hatte nicht richtig verstanden, was Don Bosco wollte, und kochte nur ein paar Kilo davon.
Giuseppe Buzzetti, der junge „Verwalter“, kam vor den anderen zurück und rief erschrocken aus: „Das wird Don Bosco aber sehr bedauern ich muss es ihm gleich sagen.“ Doch im Gewühl der zurückströmenden Schar gelang es ihm nicht, Don Bosco dies klarzumachen. Er nahm ihm den Korb aus den Händen und begann, mit einem Schöpflöffel auszuteilen. Buzzetti schrie: „Nicht so viel! Es reicht nicht für alle!“
„Aber es sind doch noch drei Säcke in der Küche!“ „Nein, es gibt nur diese!“ versuchte Buzetti zu erklären, während die Buben heranströmten. „Aber ich habe versprochen, dass sie alle davon bekommen. Jetzt teilen wir einmal aus, solange wir etwas haben.“
Don Bosco gab jedem einen großen Schöpflöffel davon. Buzzetti blickte nervös auf die wenigen Kastanien, die noch im Korb lagen. Und die Reihe, die wartete, schien immer länger zu werden. Jetzt bemerkten es andere auch. Plötzlich trat Schweigen ein. Hunderte von Bubenaugen starrten in den Korb, der nicht leer wurde. Die Kastanien reichten für alle. Die Spannung war gebrochen, als der letzte seine Handvoll Kastanien erhalten hatte. Man kann sich den Jubel und die Begeisterung gut vorstellen.

(SL/dbh)

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