










Im Schuljahr 2009/2010 fanden 10 erlebnisreiche Orientierungstage statt. Orientierungstage bieten auf der Basis des christlichen Menschen- und Weltbildes Denkanstöße, ermöglichen neue Erfahrungen und ermutigen, den eigenen Lebensweg zu gehen. Im Vorfeld können die Jugendlichen selbst ein Thema für diesen Tag auswählen.
Ich werde jetzt kurz von den Orientierungstagen, an denen ich teilgenommen habe, berichten.
Die 1A hatte das Thema Freundschaft ausgesucht.Nach einer Führung durch das Don Bosco Haus und einigen Namensspielen hörten wir ein Lied von Reinhard Fendrich über Freundschaft. Anschließend wurden Thesen vorgelesen und durch Positionierung im Raum drückten wir unsere Einstellung zu diesen aus. Die SchülerInnen erhielten dann sogenannte Freundschaftssackerl, in die sie Kärtchen mit den Namen ihrer Freunde steckten. Es wurden dazu folgende Fragen bearbeitet: Weshalb sind sie meine Freunde, was kann ich bei einer Freundschaft bieten und was möchte ich nicht bei einer Freundschaft? Nachmittags ging es nach einer "Schneeballschlacht" und dem Spiel "Uno im Sitzkreis" weiter mit dem Thema Liebe. Wir hörten dazu das Lied von Herbert Grönemeyer "Liebe liegt nicht in der Luft".
Die 2A hatte als Referentin Carina Petruch, die das Don Bosco Haus inzwischen leider verlassen hat (auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen). Nach einigen Einstiegsspielen (u.a. Menschenkegeln) wurde das Thema Liebe bearbeitet. Nachdem jeder zuerst Liebe für sich definiert hat, wurde in Kleingruppen eine gemeinsame Definition erstellt. Anschließend ging es um die Frage: Was gehört alles zu einer Beziehung? Nach dem Mittagessen las Carina die bekannte Geschichte "Abigale" vor, bei der es darum geht, das moralische Verhalten der darin vorkommenden Personen zu bewerten. Anschließend suchten wir nach einer alternativen Lösung für das Ende der Erzählung.
Die 3B behandelte mit Carina das Thema Freundschaft. Es ging u.a. um die Fragen: Was erwarte ich von einer Freundschaft? Wie soll meine ideale Freundin sein? Gespielt wurden an diesem Tag ein Kluppenspiel, Menschenkegeln, lebendiges Memory und Uno im Sitzkreis. Zum Abschluss saßen alle im Kreis, jede warf einer anderen eine Schnur zu, sagte, was er an der Person schätzt, und es bildete sich ein wunderschönes Netz.
Auch die 4A bearbeitete nach einer Vorstellrunde und Aufwärmspielen das Thema Freundschaft. P. Herbert gestaltete den Einstieg dazu so wie bei der 1A (Fendrichlied, Thesen zu Freundschaft, Freundschaftssackerl). Anschließend konnten sich die Schülerinnen nette Karten aussuchen, um sie Freunden zu schreiben. Nach der Mittagspause verblüffte uns P. Herbert damit, alle Texte der vorgeschlagenen Lieder aus dem sogenannten Liederberg auswendig zu können (und sie auf der Gitarre zu begleiten). Dann wurde die Gelegenheit genützt, einem Priester Fragen zum Thema Zölibat und weiteren Themen stellen zu können. Zuletzt gab es eine "Werteversteigerung", bei der jede Kleingruppe 3000 Euro zur Verfügung hatte, um die ihnen am wichtigsten erscheinenden Lebenswerte zu ersteigern.
Die 4B besuchte zuerst mit P. Herbert die Kapelle, wonach Lieder aus dem neuen Liederbuch "God for You" aus Benediktbeuern gesungen wurden. Ich hatte kurz zuvor eine Fortbildung zum Thema "Heute Eucharistie feiern" besucht, in der gesagt wurde, dass Lieder wie "Ins Wasser fallt ein Stein" für die heutigen Jugendlichen "megaout" seien. Ich musste daher schmunzeln, als einer der ersten Schülerwünsche "Ins Wasser fallt ein Stein" war! Nach den Liedern unternahm P. Herbert mit den Schülerinnen eine Phantasiereise, in der es um die eigene Vergangenheit (Kindheit, Schulzeit) ging. Anschließend konnte man den eigenen Lebensweg mit verschiedenen Materialien symbolhaft auf ein Tuch auflegen - siehe Foto. Zu den weiteren Elementen des Tages gehörten das Schreiben eines Briefes an sich selbst, das Hören eines Textes von Hesse, das Aussuchen einer Karte zur Frage, wie es einem gerade geht und diverse Spiele wie Menschenkegeln und lebendiges Memory.
Es waren wie immer sehr schöne Tage imDon Bosco Haus.
Or. Margriet van Kooij
Quelle: Or. Margiet van Kooij, Jahresbericht 2010, BAKIP 19, Bildungsanstalt für Kindergartenpädagigik, S. 34-35